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Ermittlungsverfahren droht?

Diese Strafen drohen bei Fahrerflucht

Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort ist eine Straftat: § 142 StGB sieht Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor – dazu kommen häufig Führerscheinentzug und ein Fahrverbot. Wer noch keine Vorladung erhalten hat, aber befürchtet, dass bereits ermittelt wird, sollte jetzt handeln statt erst auf ein Schreiben zu warten.

3 Jahre
Höchststrafe: Freiheitsstrafe nach § 142 StGB
6+ Monate
Typische Sperrfrist nach Führerscheinentzug
3 Punkte
Mögliche Eintragung im Fahreignungsregister
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Bevor die Vorladung kommt

Noch keine Vorladung erhalten? Genau jetzt zählt jede Stunde.

Viele Betroffene warten ab, bis ein Anhörungsbogen oder eine Vorladung im Briefkasten liegt. Doch Ermittlungen laufen oft schon vorher – Zeugenaussagen, Kennzeichenabgleiche, Kameraaufnahmen. Wer sich frühzeitig anwaltlich beraten lässt, kann Beweislage und Verteidigungsspielraum meist besser nutzen, als wenn er erst auf ein Schreiben reagiert.

Ermittlungen laufen oft im HintergrundAuch ohne Schreiben kann die Polizei bereits Zeugen befragen, Kennzeichen abgleichen oder Videoaufnahmen auswerten.
Tätige Reue nur binnen 24 StundenBei einem Unfall außerhalb des fließenden Verkehrs mit ausschließlich nicht bedeutendem Sachschaden kann eine freiwillige Meldung innerhalb von 24 Stunden zur Strafmilderung oder zum Absehen von Strafe führen (§ 142 Abs. 4 StGB).
Sie haben ein SchweigerechtAls Beschuldigter müssen Sie sich nicht selbst belasten. Eine unüberlegte Aussage lässt sich später kaum zurücknehmen.
Frühe Beratung schafft HandlungsspielraumJe früher ein Anwalt Ihre Situation kennt, desto mehr Möglichkeiten bestehen noch, den Ausgang positiv zu beeinflussen.
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Je nach Schadenshöhe

Welche Strafe im Ernstfall droht

Bei Fahrerflucht gibt es keinen festen Bußgeldkatalog – das Strafmaß richtet sich stark nach Schadenshöhe und Situation.

Bagatellschaden
Verfahren teils einstellbar / geringe Geldstrafe
0–2 Punkte möglich
Führerscheinentzug eher unwahrscheinlich

Bei sehr geringem Schaden (Richtwert häufig unter etwa 25–50 Euro) wird in der Rechtsprechung teils schon diskutiert, ob überhaupt ein Unfall im Sinne des § 142 StGB vorliegt. Bei einem Unfall außerhalb des fließenden Verkehrs kann zudem tätige Reue nach § 142 Abs. 4 StGB in Betracht kommen, wenn die Feststellungen innerhalb von 24 Stunden nachträglich ermöglicht werden.

Erheblicher Sachschaden
Spürbare Geldstrafe, in schweren Fällen Freiheitsstrafe möglich
2–3 Punkte
Führerscheinentzug samt Sperrfrist häufig

Ab einem als „bedeutend“ eingestuften Fremdschaden ordnen Gerichte regelmäßig zusätzlich den Entzug der Fahrerlaubnis an – oft verbunden mit einer mehrmonatigen Sperrfrist.

Personenschaden
Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren möglich
3 Punkte
Führerscheinentzug in aller Regel

Wurde bei dem Unfall ein Mensch verletzt oder getötet, wiegt die Flucht besonders schwer – der volle Strafrahmen des § 142 StGB kommt hier deutlich häufiger zur Anwendung.

Oft unterschätzt

Konsequenzen, die viele übersehen

Neben Strafe und Führerscheinentzug drohen bei Fahrerflucht weitere Folgen, die selten sofort bedacht werden.

Wiedererteilung mit AuflagenNach einem Führerscheinentzug muss die Fahrerlaubnis nach Ablauf der Sperrfrist neu beantragt werden. Bestehen Eignungszweifel, etwa bei weiteren Einträgen oder Alkohol im Spiel, kann die Behörde eine MPU anordnen.
FührerscheinsperreNeben dem Entzug legt das Gericht meist eine Sperrfrist fest, innerhalb derer keine neue Fahrerlaubnis erteilt werden darf.
Eintrag im FührungszeugnisJe nach Höhe der verhängten Strafe kann die Verurteilung im polizeilichen Führungszeugnis auftauchen – mit Folgen etwa für bestimmte Berufe.
VersicherungsregressDie eigene Kaskoversicherung kann bei nachgewiesener Fahrerflucht die Leistung kürzen oder beim Verursacher im Innenverhältnis Rückgriff nehmen.
So gehen wir vor

So verteidigen wir Ihre Position

Bevor irgendeine Aussage fällt, klären wir die entscheidenden Punkte für Ihre Verteidigung.

01Vor jeder Aussage beraten lassenÄußern Sie sich gegenüber Polizei oder Behörde nicht, bevor Ihr Fall anwaltlich eingeschätzt wurde – ein Schweigen lässt sich später nicht nachholen, eine Aussage aber nicht zurücknehmen.
02Akteneinsicht anfordernWir beantragen für Sie Akteneinsicht, um Beweislage, Zeugenaussagen und den genauen Vorwurf vollständig zu kennen, bevor eine Strategie feststeht.
03Tätige Reue prüfenWir prüfen, ob eine nachträgliche Meldung noch als tätige Reue nach § 142 Abs. 4 StGB gewertet werden und das Verfahren mildern oder sogar beenden kann.
04Individuelle Strategie festlegenAuf Basis der Aktenlage entwickeln wir gemeinsam die für Sie passende Verteidigungsstrategie – von der Einstellung des Verfahrens bis zur Hauptverhandlung.
Im Vergleich

Mit oder ohne anwaltliche Hilfe?

Der Unterschied zeigt sich oft schon in den ersten Tagen nach dem Vorwurf.

SituationOhne anwaltliche HilfeMit anwaltlicher Hilfe
Erste Aussage gegenüber der PolizeiHäufig unüberlegt und ohne Kenntnis der BeweislageErst nach Akteneinsicht und rechtlicher Einschätzung
Tätige Reue (§ 142 Abs. 4 StGB)Frist wird oft unbemerkt versäumtWird gezielt und fristgerecht geprüft
FührerscheinentzugVolles Risiko ohne GegenargumenteVerteidigungsansätze werden aktiv genutzt
Verfahrensdauer und AusgangUngewisser, oft belastender VerlaufStrukturierte Begleitung bis zum Abschluss
Kein Ergebnis lässt sich garantieren – eine frühzeitige Prüfung verbessert jedoch in aller Regel die Ausgangslage.
Häufige Fragen

Strafen bei Fahrerflucht – Ihre Fragen

§ 142 StGB sieht wahlweise Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. Wie hoch die tatsächliche Strafe ausfällt, hängt von Schadenshöhe, Umständen und Vorgeschichte ab – pauschale Aussagen ohne Aktenkenntnis sind nicht seriös.
Handeln Sie jetzt

Warten Sie nicht auf die Vorladung

Ob mit oder ohne Schreiben in der Post: Lassen Sie Ihre Situation jetzt kostenlos und vertraulich einschätzen, bevor Sie sich irgendwie äußern.

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